Montag, 24. Juli 2017

übers Gältetrittli zur Gältehütte

"I weis no guet, wieni ha chönne vergässe, dört hinge bim Louenesee...."
So besang die Gruppe Span in den Achzigern den idyllischen Lauenensee im wilden Westen des Kantons Bern. Noch viel wilder wird es, wenn man den See hinter sich lässt und übers Gältetrittli an Follhore und Hahneschritthore vorbei Richtung Gältehütte aufsteigt "un änen ache geit".
Die anstrengende Rundtour lohnt sich, denn hier sind zwischen Schrofen, Schrunden und Wasserfällen die wahren Juwelen des Bernbiets zu bewundern.....



die Weisszunge (Pseudorchis albida)....

offenbart bei näherem Hinsehen,
dass sie durchaus keine "Pseudo-Orchidee" ist

Blick hinunter ins Tobel des Gältebachs

der "Louwenesee" aus der Vogelperspektive

entlang des Wanderweges immer wieder anzutreffen:
die Alpen-Akelei (Aquilegia alpina), deren Blüten
fast so gross wie Osterglocken werden

das Mutthore über dem See

Breitblättriges Hornkraut (Cerastium latifolium)

ein Distelfalter (Vanessa cardui).....

tut sich an der Gämswurz (Doronicum grandiflorum) gütlich.

das Alpen-Leinkraut (Linaria alpina) verliert schon sein Blütenblätter

die Grossköpfige Gämswurz (Doronicum grandiflorum)
ist ein typischer Kalkschutt-Bewohner

die Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride)
ist eine unscheinbare Orchidee
schon wieder eine Hohlzunge?
Nein, die ebenso unscheinbare Zwergorchis
(Chamorchis alpina)


ihre Blätter sind im Gegensatz
zur Hohlzunge grasartig

sie wächst typischerweise...



an Windkanten und Windecken...

auf Kalkunterlage. Hier zum
Grössenvergleich mit Einfrankenstück.



das Bränderli (Nigritella rhellicani)
riecht nicht angebrannt, sondern
nach Schokolade!

Aufsteigendes Läusekraut
(Pedicularis ascendens)





so bunt sahen die alpinen Rasen Anfangs Juli aus

die Rundköpfige Rapunzel (Phyteuma orbiculare)
ist ein Glockenblumengewächs

ohne Worte

hier blühen gleich mehrere
schöne Arten nebeneinander


Stein-Nelke (Dianthus sylvestris)
Rechts unten versteckt sich eine Zwergorchis.
Offenbar hat sie es nicht nötig, mit grellen Farben Insekten anzulocken,
denn nach neueren Erkenntnissen wird sie vor allem
von Ameisen und Käfern bestäubt.


Edelweiss (Leontopodium alpinum)


Zottiges Habichtskraut (Hieracium villosum)
mit Edelweiss. Wer blüht schöner?

Kugelorchis (Traunsteinera globosa) 


Alpen-Spitzkiel (Oxytropis campestris)

Berg-Spitzkiel (Oxytropis jacquinii)




hier dominiert die Handwurz (Gymnadenia conopsea)

die Edelweiss sind wie hier oft mit der
Alpen-Aster (Aster alpinus) vergesellschaftet




Kriechendes Gipskraut (Gypsophila repens)

ein Bastard zwischen den Handwurzen
und den dazwischen wachsenden Bränderli,
auch "Gymnigritella" genannt

Farbsymphonie

Narzissen-Windröschen (Anemone narcissiflora) mit Alpen-Akelei






Türkenbund (Lilium martagon)

gelegentlich führt der Wanderweg unter einem Wasserfall durch






der Strahlensame (Silene pusilla) mit seinen schönen,
scharf geschnittenen Blütenblättern und dem sog. Nebenkrönchen

typischer humider Naturstandort
dieses zierlichen Nelkengewächses, .....



das gerne Kalkfelsen an schattiger Lage besiedelt.









die Alpen-Akelei (Aquilegia alpina) trägt im Englischen
den klangvollen Namen "Alpine Columbine"



was leuchtet dort im dustern Walde?
Eine Korallenwurz (Corallorhiza trifida)
wo sie wächst, ist meist auch diese schwer
zu findende Orchideenart hier nicht weit:
das Kleine Zweiblatt (Listera cordata)




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